12 beliebte Produkte mit Palmöl und gute Alternativen

Palmöl steckt heute in jedem zweiten Supermarktprodukt. Zugleich gerät es zunehmend in Verruf. Für den Anbau werden riesige Flächen Regenwald zerstört, in bestimmten Herstellungsformen kann es krebserregend sein.

Schokoriegel

In fast allen Schokoriegeln steckt Palmöl – auch in Mars und Snickers. Der Mars-Konzern verwendet für seine Palmölprodukte immerhin RSPO-zertifiziertes Öl, mischt es jedoch mit konventionellem.

Alternative: Der „sweet & creamy Caramel“-Riegel von GEPA ist palmölfrei, bio-zertifiziert, fast alle Zutaten stammen aus fairem Handel und man bekommt ihn in vielen Supermärkten, den Weltläden und im GEPA-Onlineshop**.

Im Biohandel findet man außerdem verschiedene Schokoriegel von Allos, Rapunzel, Rosengarten, Alnatura und Barnhouse. Viele von ihnen sind palmölfrei, die übrigen enthalten Bio-Palmfett enthalten.

Seife

In Drogerie– und Supermärkten sind Seifen ohne Palmöl schwer zu finden. Der Konzern Colgate-Palmolive versagt laut Greenpeace auf ganzer Linie, was den Bezug von nachhaltigem Palmöl angeht.

Alternative: Die Speick „Natural“ Seife, die man in jeder Drogerie oder online z.B. bei BioNaturel** bekommt, enthält anstelle von Palmöl zertifiziertes Kokosöl sowie Rindertalg – ein Abfallprodukt aus der Fleischindustrie. Zudem gibt es viele kleine Manufakturen, die palmölfreie Seife verkaufen.
Dr. Bronner’s** Seifen enthalten vorbildlich gewonnenes Bio-Palmöl von einer Kleinbauernkooperative in Ghana, Sodasan** verarbeitet in seinen Stückseifen Bio-Palmöl aus Kolumbien.

Waschmittel

Sehr viele bekannte Waschmittel (z.B. Ariel, Persil, Spee, Terra Aktiv) enthalten Inhaltsstoffe auf Palmöl-Basis. Procter & Gamble, der Konzern hinter Ariel, verwendet nach eigenen Angaben 100% RSPO-zertifiziertes Palmöl und unterstützt Kleinbauern in Malaysia. Das Palmfett stammt jedoch zumindest teilweise aus Zertifikatehandel, auch sonst sieht Greenpeace Verbesserungsbedarf (PDF).

Palmölfreie Alternativen gibt es sehr wenige, eine davon ist das Eco Saponine Waschmittel von memo, es reinigt mit Seifenkraut- und Kokostensiden.

Tomatensuppe

Es gibt gute Gründe, keine Fertiggerichte zu kaufen, z.B. ungesunde Zusatzstoffe und hohe Preise. Vielen Tütensuppen, Tiefkühlpizzen und Nudelgerichte sind außerdem Palmölprodukte. Knorr-Hersteller Unilever bemüht sich zwar um nachhaltigeres Palmöl, hat jedoch noch einen langen Weg vor sich (vgl. Greenpeace).

Alternative: Wenn es trotz allem mal ganz schnell gehen soll, ist die Tomatensuppe von Alnatura palmölfrei – und Alnatura verwendet sonst ausschließlich Bio-Palmöl.

Creme

Auch viele Pflegeprodukte wie z.B. die beliebte Creme aus der blauen Dose enthalten Palmöl-Derivate. In diesem Fall ist das Palmöl RSPO-zertifiziert – allerdings gemischt mit konventionellem Palmöl.

Alternativen: Die sind rar und – weil es sich um Premium-Naturkosmetik handelt – hochpreisig. Die palmölfreie Tagescreme Quitte von Dr. Hauschka (erhältlich bei BioNaturel**) z.B. kostet 18 Euro für 30 ml. Aber: noch mehr natürliche Inhaltsstoffe und weniger Chemie gibt es bei keinem anderen Hersteller.

Günstigere Alternative mit zertifiziertem Bio-Palmöl: Die Cremes von Alterra

Schokokekse

In schokoladigen Süßigkeiten kommt Palmöl besonders häufig vor. Auch in der beliebten Prinzenrolle. Eine palmölfreie Doppelkeks-Alternative in Bio-Qualität haben wir nicht gefunden – dafür aber die Schoko-Butterkekse von Alnatura.

Auch alle Kekse und Schokoladen von Sonnentor (Bioladen) kommen ohne Palmöl aus. Die Doppelkekse von Alnatura, Allos und Enerbio (Rossmann)** enthalten ausschließlich zertifiziertes Bio-Palmöl.

Schokolade

Viele Schokoladen enthalten noch immer Palmöl – das betrifft Markenprodukte wie dieses sowie Discounterprodukte. Milka-Mutterkonzern Mondelez ist zwar Mitglied im RSPO, die Herkunft des Palmöls ist aber wenig transparent und „nachhaltiges“ Palmöl wird lediglich als Zertifikate gekauft.

Bessere Alternative: Die „Milchmichl“-Schoki von Rapunzel (bei Amazon**) ist palmölfrei, bio und fair. Rapunzel verwendet nur Bio-Zutaten, hat einen eigenen strengen fairen Handels-Standard und verarbeitet wo nötig ausschließlich fair gehandeltes Bio-Palmöl.

Schokoaufstrich

Die beliebten Schokoaufstriche enthalten fast ausnahmslos Palmöl – sowohl die konventionellen Varianten wie Nutella als auch Bio-Alternativen. Der Konzern Ferrero, der hinter Nutella steht, engagiert sich für nachhaltigeres Palmöl und kann beinahe 100 % seines Palmöls zurückverfolgen, laut Greenpeace mangelt aber noch etwas an Transparenz.

Der einzige uns bekannte palmölfreie Bio-Schoko-Aufstrich ist Nocciolata von Rigoni di Asiago (erhältlich z.B. bei Avocado Store**), für den stattdessen Sonnenblumenöl verwendet wird.

Gute Alternativen: Samba (Rapunzel), Bionella (ebenfalls Rapunzel) und Cocoba (GEPA) verwenden faires Bio-Palmöl aus Kleinbauern-Projekten in Ghana und Ecuador.

Duschgel

Beim Duschgel ist die Lage ähnlich wie bei Seife und Creme: Gute Alternativen sind nicht leicht zu finden. Das Speick Organic 3.0 Duschgel (bei BioNaturel**) ist vegan und palmölfrei, es enthält stattdessen Kokos-Tenside.

„Besseres“, weil Bio-zertifiziertes Palmöl verwenden zum Beispiel Alterra (Rossmann), Logona und Sante in ihren Duschgels.

Müsli

Vor allem Knuspermüslis enthalten oft viel Fett – nicht selten von der Ölpalme. Dr. Oetker ist Mitglied im RSPO, ein Großteil des verwendeten Palmöls wird jedoch mit konventionellem gemischt („Massenbilanz“).

Das Alnatura „Knusper-Bär“-Müsli verwendet statt Palmöl Bio-Sonnenblumenöl; es enthält außerdem nur wenig Fett und Zucker. In anderen Produkten verarbeitet Alnatura ausschließlich Bio-zertifiziertes Palmöl. Alternative mit Bio-Palmöl: Die „Krunchy“ Müslis von Barnhouse (erhältlich im Biohandel oder bei Allyouneed Fresh**).

Eyeliner

Auch dekorative Kosmetik wie Lippenstifte, Mascaras und Eyeliner enthalten oft Palmöl. Dr. Hauschka ist eine große Ausnahme, denn das Unternehmen verzichtet in fast allen seinen dekorativen Kosmetikprodukten (zu haben u.a. bei BioNaturel**) darauf. (Einzige Ausnahme: der Abdeckstift.)

Alternativen mit Bio-zertifierten Palmöl-Bestandteilen gibt es von Alterra (Rossmann)**, Sante, Logona.

Margarine

Rama ist nur eine von vielen Margarinen, die Palmfett enthalten. Die Entscheidung zwischen dem Tierprodukt Butter und pflanzlicher Margarine mit Palmöl fällt darum oft nicht leicht.

Eine der wenigen Alternativen, wenn man auf tierische Produkte und Palmöl verzichten, dabei aber Bio kaufen will: die Soyatoo-„Tofubutter“ besteht nur aus Bio-Tofu, Wasser und Sonnenblumenöl.

Die beliebte Alsan Bio-Margarine enthält Bio-Palmöl aus Südamerika.

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