13 Produkte, die du nicht mehr kaufst, wenn du weißt, was sie anrichten

Viele Konsumenten kaufen gerne prominente Marken, weil sie dank cleverer Werbung nur ihre beste Seite kennen. Sieht man genauer hin, beginnt der Glanz vieler Produkte schnell zu verblassen. Lass dich nicht von großen Namen einlullen – wir zeigen dir bessere Alternativen!

1. Problematisches Palmöl

Palmöl Alternativen
Etwa jedes zweite Supermarktprodukt enthält Palmöl. (Fotos: alnatur; speick; Utopia)

Palmöl steckt in extrem vielen Produkten, z.B. in Pflege- und Reinigungsprodukten, Fertiglebensmitteln oder Süßigkeiten. Für den Anbau von Ölpalmen wird vor allem in Asien massiv Regenwald abgeholzt.

Die meisten Duschgels enthalten Palmöl. Das Speick Organic 3.0 Duschgel** ist vegan und palmölfrei. „Besseres“, weil Bio-zertifiziertes Palmöl verwenden zum Beispiel Alterra (Rossmann), Logona und Sante.

Auch in vielen Fertiggerichten steckt – neben ungesunden Zusatzstoffen – Palmöl. Wenn es mal schnell gehen soll, ist die Tomatensuppe von Alnatura palmölfrei, Alnatura verwendet sonst ausschließlich Bio-Palmöl.

Übrigens: Knorr- und Dove-Mutterkonzern Unilever behauptet, Palmöl aus nachhaltigem Anbau beziehen zu wollen – aber erst ab 2019.

 

2. Kosmetik mit Mikroplastik

Mikroplastik Alternativen
Naturkosmetik ist immer frei von Mikroplastik. (Mikroplastik Fotos: eco cosmetics; weleda; Utopia)

Extrem viele konventionelle Pflege- und Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik. Ein Großteil der winzigen Kunststoff-Partikel gelangt mit dem Abwasser in die Umwelt. Dort verseucht das schwer abbaubare Plastik Gewässer, wird von Tieren gefressen und reichert sich in den Böden an – die Schäden sind unabsehbar.

In herkömmlichen Sonnenschutzmitteln steckt oft Plastik, meist in flüssiger oder gel-artiger Form. In der Sonnenmilch „Schutz & Pflege“ von Nivea z.B. wird der Kunststoff „Acrylate Crosspolymer“ verwendet – und außerdem Nanopartikel, umstrittene UV-Filter und fragwürdige Duftstoffe. Bei Öko-Test fiel die Nivea Sonnencreme 2012 durch. Seitdem hat sich die Rezeptur geändert, aber kaum verbessert.

Bio-Sonnencreme mit mineralischem Filter, wie zum Beispiel die von ECO Cosmetics (zu kaufen im Bioladen oder z.B.** bei EccoVerde, Najoba) kommt ohne Kunststoffe, chemische UV-Filter und andere bedenkliche Inhaltsstoffe aus.

Auch viele Duschgels, wie z.B. die Balea Cremedusche enthalten Mikroplastik (hier „Acrylates Copolymer“ und „Polyquaternium-7“). Alternativen gibt es von praktisch allen Naturkosmetik-Herstellern; in unserer Bestenliste besonders gut bewertet ist das Weleda-Duschgel (zu kaufen im Drogeriemarkt oder z.B.** bei Avocado Store, EccoVerde, BioNaturel, Amazon)

3. Wasser in Plastikflaschen

Wasser Plastik
Leitungswasser statt Plastikflaschen (Fotos: utopia)

Einweg-PET-Flaschen bringen wir meist brav zurück zum Pfandautomaten – kein Problem also? Das ist leider ein verbreiteter Irrglaube. Denn nach einer einzigen Benutzung werden die Flaschen geschreddert, eingeschmolzen und schließlich zu neuem Kunststoff verarbeitet. Das ist nicht nur absurd, sondern auch ein extrem energieaufwendiger Prozess.

Leider wird der Großteil der neuen PET-Flaschen nicht, anders als man man meinen könnte, aus recyceltem Material hergestellt, sondern nur etwa 25 Prozent. Für die Produktion der meisten Flaschen wird darum trotz aufwendigen Recyclings Erdöl benötigt, das zudem ein äußerst umweltproblematischer Rohstoff ist.

Noch absurder wird die Situation, wenn man die zugehörigen Zahlen liest: Laut Deutscher Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht, das sind rund 46 Millionen Stück am Tag. Ein Wort: Irrsinn! Dabei haben wir die fast kostenlose, bequeme und gesundheitlich unbedenkliche Alternative zuhause: Leitungswasser.

 

4. Honig vom anderen Ende der Welt

Honig Alternative
Honig aus Übersee braucht wirklich niemand. (Fotos: Colourbox.de; Utopia )

Im Supermarkt findet man sehr oft Honig aus Südamerika und anderen weit entfernten Ländern – auch mit Bio-Siegel. Die weiten Transportwege belasten Umwelt und Klima, zudem sind die Haltungsbedingungen für Honigbienen dort oft weniger gut als hierzulande.

Dabei gibt es genügend regionalen Honig. In Deutschland hergestellter Honig stammt fast immer von Hobby-Imkern – bestimmt gibt es auch in deiner Nähe Möglichkeiten, regionalen Honig zu kaufen, z.B. auf Wochenmärkten oder über NearBees.

5. Billigbrot

Brot
Brot vom Handwerksbäcker statt plastikverpacktes Industrie-Brot! (Fotos: © Janis Smits, Mara Zemgaliete – Fotolia.com )

Die Geschichte ist schnell erzählt: Jeden Tag muss in Deutschland eine Bäckerei für immer schließen, weil wir lieber industriell hergestelltes Billigbrot aus dem Supermarkt oder Backshop kaufen. Darum liegt es auch an uns wie die Geschichte ausgeht: Unterstützt die echten Bäcker, sonst wird eine jahrtausendealte Handwerkskunst bald aussterben!

 

6. Fleischprodukte aus industrieller Tierhaltung

Bruzzler
Bitte kein konventionelles Fleisch auf den Grill legen! (Fotos: alberts; taifun; Utopia )

Wiesenhof hat sich aufgrund grausamer Tierhaltungsbedingungen einen besonders schlechten Ruf gemacht, das heißt aber nicht, dass andere Hersteller besser sind. (Billig-)Fleisch aus konventioneller Tierhaltung sollte grundsätzlich keine Option sein, weder beim Grillen, noch sonst wo.

Besser ist: wenig und Bio essen – oder auch mal fleischlose Alternativen auf den Grill legen, z.B. von Alberts (gibt’s im Bioladen oder z.B.** bei: Vekoop, Iloveveggie) oder Taifun**.

 

7. Konventioneller Kaffee

Kaffee Alterative
Fair gehandelten Kaffee bekommt man längst überall. (Fotos: Rewe; Coffee Circle; Utopia)

Kinderarbeit, Hungerlöhne, unzumutbare Arbeitsbedingungen – Ausbeutung ist im Kaffeeanbau nach wie vor alltäglich. Das betrifft nicht nur Billig-Kaffee, sondern auch beliebte Marken wie Illy oder Dallmayer.

Unterstütze mit deinem Geld lieber Unternehmen, die es besser machen: Eine gute Möglichkeit dafür ist Kaffee mit Fairtrade-Siegel – den gibt es inzwischen fast überall (z. B bei Rewe**). Oder: Kaffee von kleinen Initiativen, die direkt und fair vom Erzeuger beziehen, wie z.B. Coffee Circle** aus Berlin.

8. Unfaire Milch

Milch
Auch bei Milch ist Bio & Fair besser. (Fotos Molkerei Berchtesgadener Land; Aldi Süd; Utopia )

Ausbeutung und Dumpingpreise gibt es nicht nur am anderen Ende Welt. Ein drastisches Beispiel ist der Milchpreis. Um die 30 Cent erhält ein Milchbauer für einen Liter Milch – ob die Milch anschließend als Discounter – oder Markenprodukt verkauft wird, macht dabei kaum einen Unterschied. Wie aber ist es möglich, so günstig zu produzieren? Mit nicht artgerechter Tierhaltung, in der die Tiere leiden, mit billigem Futter und geringen Gehältern.

Besser ist es, Bio-Milch zu kaufen. Diese gewährleistet einen besseren Umgang mit Milchkühen, Bio-Tierhaltung ist zudem umweltschonender und meist auch für den Verbraucher gesünder als die konventionelle Landwirtschaft.

Zwar wird Bio-Milch oft fairer gehandelt als konventionelle, eine fairer Abnahmepreis ist aber nicht automatisch gewährleistet. Dafür musst du Milch mit zusätzlichen Zertifikaten kaufen. Empfehlenswert ist z.B. das „Naturland-Fair-Siegel“.

9. Konventionelle Shampoos

Shampoo
Bio-Shampoos sind frei von Silikonen – und Haarseife plastikfrei. (Fotos: alverde; Savion; Utopia)

Viele Shampoos enthalten bedenkliche Chemiecocktails aus Inhaltsstoffen, die der Gesundheit und/oder der Umwelt schaden können oder sogar noch kaum erforscht sind.

Bei Öko-Test fielen 2016 mehrere Shampoos durch, z.B. das „Garnier Fructis Oil Repair 3“ – wegen gesundheitsschädlicher Duftstoffe und PEG-Derivate, außerdem enthält es, wie viele andere Shampoos auch, Silikone, Mineralölbestandteile und Mikroplastik.

Zertifizierte Naturkosmetik basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen; erdölbasierte Substanzen, Silikone und synthetische Duftstoffe sind verboten. Das Alverde Nutri-Care Shampoo beispielsweise schnitt bei Öko-Test „sehr gut“ ab.

 

Eine Alternative ohne Plastikverpackung sind Haarseifen, z.B. von Savion (gibt’s in Unverpackt-Läden, Naturkosmetikgeschäften, online z.B. im Savion-Onlineshop, bei Amazon**), Manna Naturkosmetik, Wolkenseifen oder Sauberkunst.

10. Unnötige Plastikverpackungen

Gemuese Plastik
Schluss mit unnötigen Plastikverpackungen! (Fotos: Utopia )

Es ist schon absurd, dass wir ausgerechnet aus einem Material, das praktisch ewig bestehen bleibt, Wegwerfprodukte fertigen. Einen Großteil der Plastikverpackungen und –tüten nutzen wir nur für wenige Minuten bevor wir sie entsorgen. Schätzungen zufolge landet bis zur Hälfte unseres Plastikmülls irgendwann in der Umwelt und in den Meeren. Und wir produzieren ständig mehr.

So nützlich Plastik manchmal ist – oft ist es völlig unnötig und damit eine leicht vermeidbare Umweltbelastung.

Statt der dünnen Plastiktüten aus der Supermarkt-Gemüseabteilung können wir wiederverwendbare Stoffbeutel benutzen, unverpacktes Bio-Gemüse gibt es in Bioläden, der Ökokiste, auf dem Wochenmarkt oder in Unverpackt-Läden.

 

11. Konzern-Bier

Regionales BIer
Think global – drink local! (Fotos: CC0 Public Domain / Pixabay – alles; Utopia)

Becks – eine nette nordische Brauerei aus Bremen? Franziskaner – das Münchener Weißbier mit Tradition? Das war einmal. Wie viele andere vermeintlich lokale Brauereien gehören die beiden Biere zum größten Brauereikonzern der Welt, Anheuser-Busch InBev aus Belgien.

Wir Konsumenten haben die Wahl: Wollen wir auf der ganzen Welt Konzernbier aus Bremen, München und sonst woher trinken? Oder unterstützen wir mit unserem Geld lieber echt lokale Brauereien und sorgen für deren Fortbestehen und kulinarische Vielfalt?

12. Klopapier aus Frischfasern

klopapier
Für Klopapier werden immer noch Bäume abgeholzt. (Fotos: dm; Utopia)

Wir Deutschen achten vor allem darauf, dass Klopapier schön weich und möglichst günstig ist. Aus welchem Material es besteht, interessiert die wenigsten – und das ist schlecht. Denn für herkömmliches Toilettenpapier werden Bäume abgeholzt.

Wenn du unseren Wald nicht die Toilette herunterspülen willst, solltest du besser Recycling-Klopapier kaufen, am besten mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“. Das gibt es inzwischen überall: in Drogeriemärkten wie DM, im Supermarkt oder online** bei memo.

Keine Angst: Das heutige Sortiment an Recycling-Klopapier hat mit dem grauen, kratzigen Papier in öffentlichen Toiletten nicht viel zu tun.

13. Schädliche Waschmittel

Waschmittel Alternativen
Persil & Co. enthalten oft ungesunde und umweltschädliche Inhaltsstoffe. (Fotos: almawin; ecover; Utopia)

Schön, wenn die Wäsche strahlend sauber aus der Maschine kommt. Nicht so schön, wenn das Waschmittel des Vertrauens dazu bedenkliche Inhaltsstoffe verwendet. Leider enthalten noch immer viele herkömmliche Waschmittel schwer abbaubare Tenside, Stabilisatoren, Komplexbildner, optische Aufheller, chemische Bleichmittel und Konservierungsstoffe. Schau dir z.B. Persil Universal Megaperls oder Ariel Actilift bei Codecheck an.

Können diese Stoffe in Kläranlagen nicht vollständig abgebaut werden, reichern sie sich in Böden und Gewässern an. Dort schaden sie Pflanzen und Tieren und können auch das Grundwasser gefährden.

Besser machen es ökologische Waschmittel wie z.B. Ecover (gibt es auch oft im Super- und Drogeriemarkt oder online** z.B. bei EccoVerde, Amazon), Almawin (im Bioladen oder online** bei BioNaturel, Najoba) und Co.

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