6 Ideen zur Verwendung von Kokosöl

Kokosöl kommt aus den Tropen und bringt alleine schon mit seinem Duft Urlaubsgefühle ins heimische Badezimmer oder in die Küche.

Wenn du nicht weißt, was du mit dem exotischen Öl machen kannst, haben wir heute sechs Ideen für dich aus Kosmetik und Küche. Probiere sie aus und entdecke, wie vielseitig das Fett einsetzbar ist!

Warum sieht Kokosöl nicht aus wie Öl?

Kokosöl ist nichts anderes als das Fett der Kokosnuss. Es wird aus dem weißen Fruchtfleisch der Nüsse gewonnen und ist bei Raumtemperatur fest, schmilzt aber bei Körpertemperatur, was es als Kosmetikum so ideal macht.

Ab etwa 25 Grad wird es erst flüssig, sodass du es für kosmetische Zwecke zwischen den Handflächen verreiben solltest.

Für die Verwendung in der Küche ist es zum Braten wichtig, dass das Öl desodoriert und raffiniert wird. Nur dann ist es wirklich hoch erhitzbar und zum Frittieren und scharf anbraten geeignet.

Möchtest du Kokosfett nur zum Dünsten, für Süßspeisen oder zum Kochen nutzen, kannst du auch unraffiniertes und undesodoriertes Kokosöl nehmen.

Es enthält wesentlich mehr Aroma und duftet herrlich, jedoch darf es nicht hoch erhitzt werden, da sonst krebserregende Stoffe entstehen.

Verwende nach Möglichkeit kalt gepresstes Kokosöl aus kontrolliert biologischem Anbau.Damit stellst du sicher, dass das Öl nicht künstlich gehärtet wurde, sondern in seiner natürlichen Form vorliegt.

Nur so erhältst du ein reines Naturprodukt! Bei günstigen, industriell gehärteten Ölen aus konventionellem Anbau entstehen sogenannte Transfettsäuren, die gesundheitsschädlich sind.

KokosölIst das Fett gesund?

Vor etwa 20 Jahren zog Olivenöl mit einem ähnlichen „Fanfarenzug“ aus angeblich gesundheitsfördernden Eigenschaften in deutsche Küchenschränke ein.

Jeder begann plötzlich, mit dem ach so gesunden Olivenöl zu kochen. Heute weiß man: der geschickte Werbefeldzug der Lobbyisten war sehr erfolgreich, aber heimische Ölsorten wie Leinöl, Distelöl oder Rapsöl haben ein wesentlich besseres Fettsäureverhältnis und sind damit wesentlich gesünder als Olivenöl!

Tatsächlich warnen wissenschaftsmedizinische Publikationen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und Ärzte warnen davor, zu viel Kokosöl zu essen.

Es enthält nämlich sehr viele gesättigte Fettsäuren (90%!) und ist genauso schädlich wie andere solche Fette, zum Beispiel tierische Fette und Palmfett.

Gesättigte Fettsäuren bergen ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen.

In Kokosöl ist Laurinsäure enthalten. Diese soll besonders gesundheitsfördernd sein.

Fakt ist, dass sie im menschlichen Körper zu Monolaurin umgewandelt wird. Monolaurin soll eine antibakterielle Wirkung haben, aber dies ist noch nicht wissenschaftlich erforscht und bewiesen.

Darüber hinaus gibt es wesentlich gesündere Lebensmittel und Naturheilmittel, die ebenfalls antibakteriell wirken.

Bis die Wissenschaft ihre Forschungen zu dem Thema abgeschlossen hat, ist es nicht sinnvoll, sich durch die gesättigten Fettsäuren des Kokosöls Gesundheitsrisiken auszusetzen, um eventuell positive Eigenschaften der Laurinsäure zu nutzen.

Lecker ist das Öl aber schon, weswegen du es gerne gelegentlich einsetzen darfst.

Kokosnuss und Kokosöl6 Ideen für die Verwendung von Kokosöl

Wir empfehlen den Kauf von kalt gepresstem, nativem Kokosöl aus kontrolliert biologischem Anbau, denn es hat das beste Aroma.

Es darf bloß nicht hoch erhitzt werden, aber für kosmetische Zwecke und zum Dünsten ist es ideal. Wir haben sechs Ideen aus Küche und Bad für dich, die du ausprobieren solltest:

  • Fußpflege: Trage das Öl reichlich auf und ziehe Baumwollsocken darüber. Lasse die Intensivpflege über Nacht wirken. Am nächsten Morgen einfach überschüssiges Fett mit einem Kosmetiktuch abnehmen.
  • Haarpflege: Das duftende, naturbelassene Öl ist ein tolles Mittel, um Haare zu pflegen. Störrische, lockige Haare werden mit Kokosöl wieder gebändigt, extrem trockene Spitzen gepflegt. Achte allerdings darauf, dass du nicht zu viel davon nimmst und das Öl vorher zwischen deinen Fingerspitzen oder Handflächen verreibst, um es zu verflüssigen.
  • Massageöl: Kokosöl eignet sich hervorragend zur Verwendung als Massageöl, weil es nur sehr langsam in die Haut einzieht und dadurch sehr lange als geschmeidiger Massagefilm auf der Hautoberfläche bleibt. Dadurch muss der Masseur selten „nachlegen“ und kann ungestört lange massieren. Nach der Massage sollte allerdings überschüssiges Öl mit einem Tuch abgewischt werden, denn die Haut kann nur sehr wenig davon aufnehmen.
  • Butterersatz: Probiere aus, wie herrlich es schmeckt, wenn du statt Butter oder Margarine etwas Kokosöl auf dein Brötchen schmierst und darauf dann Marmelade, Nussmus oder Schokocreme verteilst. Unglaublich lecker!
  • Tropengeschmack: Statt Butter oder Olivenöl versuche einmal dein Gemüse im Fett der Kokosnuss zu dünsten. Etwas Chili oder Curry dazu und schon hast du den Geschmack der Tropen auf dem Teller! Auch Reis (Milchreis oder Quellreis) bekommt ein herrliches Aroma und wird schön cremig, wenn du ihn mit dem nativen Öl verfeinerst.
  • Kuchen und Gebäck: Pfannkuchen, Waffeln und Kuchen schmecken wunderbar, wenn du als Fett statt Butter Kokosöl verwendest. Ein „kalter Hund“ wird cremiger und lässt sich besser schneiden, wenn du Palmin durch Kokosfett ersetzt.

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