6 Tipps, um beim Einkaufen gute Fleischqualität zu erkennen.

Ein gutes Stück Fleisch ist für viele ein Genuss. Daher sollte man unbedingt auf die richtige Qualität achten, denn der Geschmack von minderwertiger Ware lässt sich durch Marinaden und Soßen kaum retten.

Manchmal ist es als Laie allerdings nicht ganz einfach, bereits im Laden qualitatives von minderwertigem Fleisch zu unterscheiden. Ein hoher Preis allein ist nicht immer Garant für gute Qualität. Die folgende Liste klärt daher die wichtigsten Signale, bei denen du lieber die Finger vom Fleischkauf lassen solltest.

1.) Falsches Rezept

Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Es gibt unzählige Arten, wie man es zubereiten kann. Daher sollte man zunächst überlegen, welches Fleisch für das gewünschte Gericht geeignet ist. Denn einige Teile des Tieres kann man besser für bestimmte Gerichte verwenden als andere. Am besten informiert man sich direkt beim Metzger über das richtige Stück. Bevor du also ahnungslos irgendetwas einkaufst, lass das Fleisch lieber erst noch mal in der Auslage liegen.

2.) Zu weich

Eine Sache, die man im Einkaufsladen leider nicht so leicht feststellen kann, ist die Beschaffenheit des Fleisches. Dabei sagt sie viel über den Zustand aus. Professionelle Köche raten, dass gekühltes Fleisch niemals weich, sondern fest sein muss. Grund dafür ist das Fett, welches sich im kalten Zustand zusammenzieht. Mit bloßen Augen kann man das Fleisch immerhin darauf untersuchen, ob es trocken und prall aussieht. Wirkt es hingegen wässrig und schlaff, lass die Finger davon.

3.) Falsches Futter

Es lohnt sich, beim Metzger nachzufragen, welches Futter die Tiere bekommen haben oder wie die Tiere gehalten wurden. Denn frisches Gras ist Experten zufolge das beste Futter für gesunde Tiere. Tiere mit genügend Auslauf geben nicht nur das bessere Fleisch, in der Endware sind auch viel weniger Rückstände von Medikamenten und Hormonen enthalten. Mittlerweile ist es in Deutschland Pflicht, die Herkunft auf vorverpackten Fleischstücken zu kennzeichnen. Auch wenn es deutlich mehr kostet: Biofleisch lohnt sich allein schon vom Geschmack.

Wer allerdings auf die Idee kommt, sein Steak direkt vom Biobauern zu holen, sollte bedenken, dass dort das Fleisch im Gegensatz zum Biometzger in der Regel nicht abgehangen verkauft wird. Das gibt später eine zähe Überraschung auf dem Teller!

4.) Zu mager

Mageres Fleisch gilt als Delikatesse. Zu mager sollte es allerdings auch nicht sein, denn zum Beispiel gutes Rindfleisch zeichnet ein gewisses Maß an Fett aus. Ältere Tiere haben dabei eine geschmackvolle, gelbliche Marmorierung, während jüngere mehr weiße Fettanteile besitzen. Hier entscheidet man sich je nach individueller Vorliebe. Während bei Rind- und Schweinefleisch die Fettmaserung demnach gewünscht ist, sollte Geflügel freilich nur wenig Knorpel und Fett enthalten.

5.) Auffällige Färbung

Die Frage nach der richtigen Fleischfarbe ist kompliziert. Einerseits sollte Fleisch – ganz egal, von welchem Tier es stammt – niemals braune oder graue Flecken aufweisen. Das ist ein deutliches Signal, dass das Stück verdorben ist. Andererseits ist eine durchgängige, kräftige Farbe auch kein Garant für Frische. Insbesondere Fleisch, das unter „Schutzatmosphäre“ verpackt wurde, wurde mithilfe bestimmter Gasgemische künstlich rosa gehalten. Für den Kunden sieht es also noch „schlachtfrisch“ aus, schmeckt in Wirklichkeit aber schon ranzig. Prüfe abgepacktes Fleisch daher von allen Seiten auf auffällige Verfärbungen und achte auf das Herstellungs- oder Verbrauchsdatum.

6.) Zu wenig Erfahrung

Kaufe regelmäßig beim selben Metzger. Ein Metzger, der dich gut berät und mit dessen Qualität du zufrieden bist, ist Gold wert. Über das persönliche Gespräch kannst du darüber hinaus viel nützliches Wissen erwerben, sodass du bald selbst zum Fleischexperten wirst. Grundsätzlich solltest du beim Fleisch auf die Qualität und nicht auf den Preis achten. Gönne dir lieber ein paar fleischfreie Tage und dann einen ausgezeichneten Sonntagsbraten, als jeden Tag Billigfleisch zu essen. Nicht nur deine Geschmacksnerven, auch deine Gesundheit und die Umwelt werden es dir danken.

Eine kleine Wissenschaft ist es ja schon, das richtige Fleisch auszuwählen. Jedoch es lohnt sich, wenn das fertige Gericht erst einmal auf dem Tisch steht. Bis dahin gilt es natürlich, auch auf die richtige Lagerung achten!

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