Knoblauch und Honig: ein Duo für die Gesundheit?

Knoblauch und Honig: beides lecker, aber auch gesund? Und wie kann man beides miteinander kombinieren? Schmeckt das? Und wenn ja, wozu ist es gut? Erfahre alles Wissenswerte über diese beiden Lebensmittel und lerne kennen, wie du beides anwenden kannst!

Knoblauch: nur gegen Vampire?

Viele Einsatzzwecke von Knoblauch sind wissenschaftlich nicht belegt – wie zum Beispiel die Wirksamkeit gegen Vampire. Nichtsdestotrotz kannst du die Hausmittel auf Basis von Knoblauch ausprobieren!

In Australien fand eine Studie statt, bei der Patienten mit Bluthochdruck zusätzlich zu ihren Blutdruck senkenden Medikamenten noch Knoblauch essen mussten.

Das Ergebnis dieser Studie war, dass sich der Blutdruck zusätzlich um durchschnittliche 10mm Hg senkte.

Eine weitere Studie wurde noch nicht unter wissenschaftlichen Bedingungen durchgeführt, jedoch kann eine solche zusätzliche Senkung des Blutdrucks als Erfolg gewertet werden.

Zur Senkung der Cholesterinwerte im Blut gibt es viele Studien, die alle darauf hindeuten, dass Knoblauch die Eigenschaft besitzt, die Blutfettwerte zu senken.

Dabei ist es wichtig, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden: Blutfettwerte und LDL-Cholesterin. Knoblauch ist laut Studienergebnissen nämlich durchaus in der Lage, die Gesamt-Blutfettwerte zu senken, nicht aber die des „schädlichen“ LDL-Cholesterins!

Man nimmt an, dass ein Erwachsener pro Tag mindestens 4 große Zehen essen muss, um erste Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel zu verursachen.

Knoblauch enthält Sulfide. Das sind pflanzliche Schwefelverbindungen, wie sie auch in Zwiebeln oder Lauch vorkommen.

Diese Sulfide wirken antimikrobiell und entzündungshemmend und unterstützen damit das Immunsystem bei seiner Arbeit, Infekte wie Erkältungskrankheiten von uns fern zu halten.

Allicin ist ein in vielen Zwiebelgewächsen enthaltener Stoff, der wie ein natürliches Antibiotikum ohne Nebenwirkungen (außer dem Geruch) wirkt. Das bedeutet: Soll Knoblauch wirklich wirken, muss er roh gegessen und gut zerkaut werden. Mundgeruch inklusive…

Honig für Hausmittel mit KnoblauchHonig

Das leckere Produkt der fleißigen Bienen gilt in der Naturheilkunde als Allerheilmittel.

Tatsächlich ist es erwiesen, dass Honig bei entzündlichen Hauterkrankungen hilft, da die süße Klebe antibakteriell wie ein sanftes Antibiotikum wirkt.

Auch bei Verletzungen dient Honig dazu, diese schneller abheilen zu lassen, sodass sogar einige Hautcremes auf dem Markt sind, die sich diese Eigenschaft zu Nutzen machen.

Honig war vor der Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben fast das einzige Süßungsmittel in unseren Breiten.

Er besteht aus bis zu 85% verschiedenen Arten von Zucker (Fructose, Glucose, Saccharose, Maltose und weitere Mehrfachzucker) und ist daher genauso ungesund wie Zucker – bei ähnlichem Kaloriengehalt!

Was Honig von Kristallzucker unterscheidet, sind seine zusätzlichen wertvollen Inhaltstoffe:

  • Pollen
  • Mineralstoffe
  • Proteine
  • Enzyme
  • Aminosäuren
  • Vitamine
  • Natürliche Farb- und Aromastoffe

Wer sich den Gehalt dieser Stoffe in Milligramm pro 100g Honig anschaut, dem wird schnell klar: Man müsste schon ein ganzes Fass Honig essen, um davon zu profitieren!

Für unseren Körper stellt Honig daher in erster Linie eine leckere Energiequelle aus „Zucker plus Wasser“ dar, deren Energie sehr schnell verfügbar ist.

Honig mit Knoblauch

Jetzt, da du weißt, was diese beiden Zutaten können, ist es an der Zeit, sie zu kombinieren. Auch wenn du meinst, dass Honig und Knoblauch nicht miteinander harmonieren, solltest du eines der Rezepte ausprobieren – du wirst wirklich überrascht sein!

Knoblauch in HonigKnoblauch in Honig eingelegt

Die Knoblauchzehen in Honig eignen sich sehr gut als Beilage zu Grillgerichten oder zu Salaten oder als Dekoration auf warmem Ziegenkäse und anderen Leckereien. Du brauchst:

  • 20-25 Zehen Knoblauch
  • 150g Honig
  • Saft von 3 Zitronen
  • Rosmarin (ein Zweig)
  • 1 kleine Chilischote
  • Salz
  • Milch

Die Knoblauchzehen schälen und in kochender Milch etwa 3 Minuten blanchieren. Milch abgießen (lässt sich prima für Kartoffelpüree weiter verwenden!) und die Knoblauchzehen abtropfen lassen.

Den Honig erwärmen und mit Zitronensaft homogen verrühren. Mit Salz und in kleine Ringe geschnittener Chilischote würzen.

Fülle dann die Knoblauchzehen in ein Schraubglas, stecke den Rosmarinzweig dazu und übergieße alles mit dem Honig-Gemisch. Nach etwa 4 Tagen ist deine leckere Beilage fertig durchgezogen! Auch ein ideales Mitbringsel zum Grillabend!

Nagellack mit KnoblauchHonig-Knoblauch Marinade

Diese Marinade ist ein Klassiker für Spare-Ribs, schmeckt aber auch sehr lecker zu Geflügel oder anderen Fleischsorten. Probiere sie auch auf Grillgemüse aus, sie passt super zu Karotten, Fenchel und Zwiebeln! Du brauchst nur wenige Zutaten:

  • 250g Honig
  • 3 EL Apfelessig
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 125ml salzige Sojasauce
  • Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer oder Chilipulver nach Geschmack

Die Knoblauchzehen fein hacken oder pressen. Honig, Essig und Sojasauce gut verrühren, bei Bedarf etwas erhitzen. Zum Schluss den Knoblauch unterrühren und nach eigenem Geschmack würzen.

Grillgut am besten einige Stunden darin marinieren und während des Grillens immer wieder damit bestreichen.

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