Kochen für Anfänger: Tipps und Tricks

Kochen ist ein mystischer Vorgang und es dauert Jahre bis man kochen kann. Wer es aber ruhig und nachhaltig angeht, kann schon nach einer Woche ein leckeres Gericht zubereiten, ganz ohne Zauberei. Einfach kochen lernen.

 

 

Kochen lernen macht Spaß (aber nur ohne Rezept-Zwang)

Einfach kochen lernen
Schon das erste gefundene Rezept, erschlägt einen mit einer Zutatenliste die jede Motivation abwürgt. Es ist so viel zu beschaffen und zu beachten, dass sich die Telefonnummer des Lieferservice schon vor den Augen abzeichnet.
Nächstes Rezept… irgendwie kommt auch bei dem 6. Rezept noch keine Motivation auf. Dabei sind die Rezepte nett beschrieben und auch die Bilder sehen toll aus. Jedoch der Weg dahin ist so umfangreich und das Innere wehrt sich entsetzlich.

Genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen sich zurückzulehnen und zu überlegen wie sich so ein tolles Essen bei Oma zusammensetzt.
In der Regel ist das eine Beilage, etwas Gemüse und ein Hauptteil.
Angenommen der Hauptteil und das Gemüse kommt von Oma, dann wäre nur noch die Beilage zu machen. Nudeln, Reis oder Bratkartoffeln sind schnell gemacht. Naja Nudeln gehen schnell, Reis ist fraglich und Bratkartoffeln null Plan.
Wer jetzt nach einer Anleitung sucht, die erklärt wie Reis zu kochen ist, arbeitet im Grunde wieder lustarm Anweisungen ab.
Viel besser ist, sich 2 Stunden Zeit zu nehmen und die Vorgänge zu hinterfragen. Richtig 2 Stunden sind viel Zeit für eine Schale Reis, zumal es doch die Kochbeutel gibt.
Wer es schneller mag, kann kann hier nachschauen wie Reis mit einer Minute in der Küche, perfekt gekocht werden kann. Reis mit 1 Min Aufwand

Wer 4 Beilagen und 4 Gemüsesorten auswendig und lecker zubereiten kann, hat Spielraum für hunderte Gerichte. Das bedeutet, wer einmal 16 Stunden Zeit investiert, gehört schon nächste Woche zu denen, die unabhängig von Zulieferbetrieben, etwas Feines zum Essen zaubern können. Es ist wirklich sehr einfach kochen zu lernen, auch als absoluter Anfänger.

Kochen lernen für Anfänger
Kochen lernen muss Spass machen, ansonsten ist es eine elende Plackerei. Wer einfach nur nach Rezepten kocht, wird in ewiger Abhängigkeit bleiben.
Der Gedanke in der Küche zu stehen und irgend etwas zum Essen zu braten, damit überhaupt etwas zum Essen auf dem Tisch steht ist langweilig.
Besser ist der Gedanke eine Leckerei in der Küche zu brauen, die es ansonsten nicht zu kaufen gibt. Dass es dann noch gesünder ist und schlanker hält, als Fertiggerichte oder mal schnell am Imbiss was geholt, ist eigentlich Nebensache.
Das Tolle daran ist, dass es gar nicht so viel zu lernen ist. Klar wer in einer Restaurantküche den Chefkoch darstellen möchte sollte schon das eine oder andere Kochwissen vorweisen können. Doch das ist eigentlich gar nicht das Ziel.

Es reicht am Anfang ein Gericht lecker und perfekt kochen zu können. Wer 20 Gerichte kochen kann, die alle so halbwegs schmecken, vergeudet seine Zeit und bekommt keinen positiven Feedback.
Goldene Regel: Was ich zuhause koche, schmeckt besser als in 90% der Restaurants.
Wenn also Blumenkohl und Salzkartoffeln mit Bechamelsauce anstehen, wird so lange an allem herum verbessert, bis es perfekt schmeckt. Es dauert ein bisschen den richtigen Weg zu finden, aber danach lässt sich der jedes Mal ohne Mühe gehen.

Womit fange ich an?
Ideal sind Gerichte die eigentlich nur aus einer Beilage und einer Sauce oder lediglich zwei Elementen bestehen.
Bratkartoffeln und Spiegelei, Reis mit Erbsen und Möhrchen, Nudeln und Tomatensauce…
Auch eine Kombination mit Fertiggerichten ist am Anfang nicht tabu.
Das Ziel ist aber, alles selbst zu kochen, weil es dann einfach besser schmeckt und gesünder ist.

Beilagen für Anfänger
Fast kein Gericht kommt ohne Beilagen aus. Weil Beilagen in der Regel wenig Arbeit bedeuten, sind sie ideal, um nahezu stressfrei in das Kochgeschehen einzusteigen.
Ich hatte mich erst für Reis entschieden, weil der gerade greifbar war.

Ganz wichtiger Hinweis:
Finde die eigene Methode um die jeweiligen Beilagen zu kochen.

Wer sich in Foren informiert, wird oft lesen, dass manche Dinge auf eine gewisse Weise zu erledigen sind. Häufig ist es aber so, dass der Autor gar nicht weiß, warum es so zu machen ist. Unter Umständen komme ich mit einer anderen Methode meinem Ziel viel näher.
Es lohnt sich wirklich die Hintergründe einmal zu beleuchten.

Welche Art zu kochen ist richtig?
Keine und alle. Solange nicht nach jedem Kochen die inzwischen freundschaftliche Beziehung zum Notarzt vertieft wird und das selbst gekochte Essen schmeckt, passt doch alles. Unnötige Regeln nehmen nur den Spaß beim Kochen lernen.
Deshalb habe ich als ersten Punkt immer die einfachste, um nicht zu sagen die faulste Methode beschrieben, um ein Ergebnis zu bekommen. Es muss nicht die besondere oder originale Methode sein. Es soll genial lecker sein. Was lecker ist, soll jeder für sich selbst festlegen, nachdem verschiedene Verfahren im Selbstversuch getestet wurden.

Mögliche Fehler
Kochen bedeutete immer etwas von Zaubern am Herd für mich. Deshalb hielt ich lange einen respektvollen Abstand zum Thema Kochen.
Je mehr ich mich damit aber auseinander setze, Gründe für Vorgänge suche und einfach mal teste, desto einfacher fällt es Neues auszuprobieren.
Klar läuft auch manches schief. Damit das aber nicht bei jedem so sein muss, schreibe ich unter “Meine Erlebnisse auf dem Weg zum Chefkoch” meine Erfahrungen mit Begründungen, warum es vermutlich nicht ganz richtig gelaufen ist. Oder auch schlicht meine Meinung zu der Sache.

Meine Weg um Kochen zu lernen

Mit Talent könnte ich bestimmt auf eine andere Weise kochen lernen.
Manche schnappen sich ein Kochbuch oder schauen im Internet nach Rezepten. Sammeln dann alles zusammen und verbasteln alle Zutaten genau wie es beschrieben ist.
Mir ist das viel zu viel Arbeit und Stress, weil so viele Dinge beachtet werden müssen. Deshalb ist mein Gedanke, lerne als Anfänger 3-4 Beilagen ganz genau kennen, so dass die im Schlaf gelingen. Dazu brauch ich dann noch 2-3 Saucen und das ist schon die Basis für 4-6 verschiedene Gerichte.
Wir alle arbeiten nicht gerne nach Anweisung sondern viel lieber aus eigenem Antrieb. Warum sollte ich dann etwas so Wichtiges wie Kochen nicht mit Begeisterung und Kreativität angehen?
Also lieber einmal einige Grundlagen durcharbeiten und eine eigene Basis finden. Dann gibt es statt der quälenden Frage “Was soll ich kochen” reichlich Möglichkeiten zu experimentieren und das Wissen auszubauen. Unter Garantie schmeckt einiges davon dann “schwergängig”, aber manchmal gelingt etwas Besonderes. Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wenn ein Testesser oder Gast den zweiten oder dritten Teller in sich reinstopft.

Was geht schnell?
Bedenken bezüglich Zeitbedarf und der entstehenden Sauerei in der Küche sind der Eckpfeiler für die Döner- und Pizzaindustrie.
Ich habe ja schon geschrieben, dass viel Aufwand und Stress nicht meine besten Freunde sind. Allerdings spielt sich auch in der Küche so manches ein. Reis mit Sauce und Fisch ist inzwischen reduziert auf einen Zeitaufwand von 5 Minuten. Das Essen ist damit zwar noch nicht fertig, aber inzwischen kann ich die Zeit in der es selbst kocht, anders nutzen. Und wenn es fertig ist, schmeckt es genau so wie ich es mag. Der Spülbedarf ist 1 Topf, 1 Pfanne, 1 Kelle, 1 Teller, 1 Messer und 1 Gabel.

Das eigentliche Ziel beim Kochen lernen
Statt einer halbwegs schmeckenden Entenbrust mit Klößen, Rotkohl und angelegtem Gemüse, sind mir 2 superleckere Spiegeleier mit Butterbrot lieber. Ich muss den inneren Trieb verspüren mit dem letzten Stückchen Brot den Teller lupenrein auszustreichen.
Wenn ich mir die Mühe mache zu kochen, ist nicht der Name oder Umfang des Gerichtes entscheidend, sondern der Suchtfaktor.
Jeder kennt schlechte und gute Pommes-Frites. Vom Rezept unterscheiden sich die nicht. Es sind die Feinheiten und das “Gewusst wie”. Genau das will ich herausfinden und hier festhalten.

Wer kochen lernt, lebt unabhängiger und isst besser

Was entscheidet, ob etwas schmeckt?
Ich hatte bestimmt sechs Mal bei Linsen und Spätzle versagt. Das Ziel war, es soll genau so schmecken, wie bei Oma.
Erst als die Mehlschwitze reichlich gehärtete Fette erzeugt hatte und der Begriff “Röstaromen” schon fast pervertiert war, konnte ich sagen, es schmeckt gleich.
Manchmal sind es nur Nuancen, die einem das gewünschte, oder besser gesagt das gewohnte Ergebnis vorenthalten.

Was ist noch wichtig?
Salz und Gewürze sind neben Aromen und Salz wohl das entscheidendste am Geschmack. Erwähnte ich schon Salz?
Der Spielraum des Salzgehaltes reicht von langweilig über schmeckt genial, bis hin zu ungenießbar.
Es lohnt sich wirklich den Umgang mit dem Streuer oder Salzbehälter beim Abschmecken zu üben. Anders ist es, wenn das Salz bei Prozessen der Osmose eingesetzt wird wie im Nudelwasser oder Kartoffelwasser. Hier schadet auch Alterszittern beim Dosieren nicht so sehr.

Konzeptionelles
Was immer schon so gemacht wurde, hat eine bestimmte Wertigkeit und Änderungen daran müssen gut begründet sein. Dennoch wird jeder Arbeitsprozess aufs Neue hinterfragt.
Entscheidender ist, was will ich erreichen und wie erreiche ich das, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln.
Im Laufe der Jahre haben sich Möglichkeiten geändert und manchmal macht es Sinn auch die Handlungen zu ändern. Gerade als Kochanfänger ist es wichtig, nur das Wichtigste zu lernen und sich der Perfektion langsam und mit Spaß anzunähern.

Nebeneffekte und warum es sich lohnt Kochen zu lernen.
Mehl, Milch, Eier, Zucker, Salz, Pfeffer, Butter.
Diese 7 Zutaten reichen für eine Unzahl an Kochideen. Wer selbst viel kocht, hat auch mit den Haltbarkeitszeiten dieser Produkte kein Problem, weil einfach ein ständiger Durchfluss da ist.
Speziell vorbereitete Kochmischungen sind in der Regel immer teurer als etwas das aus Grundnahrungsmitteln selbst hergestellt wird. Bei angebrochenen speziellen Kochmischungen kann es schon sein, dass der Rest nach viel zu langer Zeit im Kühlschrank entdeckt wird und entsorgt werden muss. Damit wird es nochmals teurer.
Der entscheidende Punkt ist aber die Qualität. Kein Hersteller von Fertiggerichten wird unnötigerweise hochwertige Zutaten verwenden. Der Geschmack muss stimmen und es sollte etwas günstiger zu produzieren sein als das Konkurrenzprodukt. Verträglichkeit und kurzfristige oder langfristige Gesundheit für den Konsumenten, taucht als Kriterium in der Regel nicht auf. Selbst wer keine BIO-Produkte verwendet, verzichtet beim Kochen mit Grundnahrungsmitteln auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und künstliche Aromen. Das bedeutet langfristig eine gute Figur.

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