Medizinische Anwendungsgebiete für Zimt

Zimt wird bereits seit Tausenden von Jahren eingesetzt, anfangs für medizinische Zwecke und später für Gerichte und Desserts. In der indischen Heilkunst Ayurveda wird Zimt für die Behandlung verschiedenster Atemwegs-, Verdauungs- und Fortpflanzungserkrankungen eingesetzt. Zimt wird auch häufig zur Verfeinerung von Schokolade und Kaffee verwendet und schmeckt köstlich. Lernen Sie nachfolgend mehr über dieses vielseitige Gewürz.

Die Eigenschaften des Zimts

Der Zimtbau ist immergrün und kann bis zu 15 m hoch werden. Er besitzt Zweige mit doppelter Rinde, die sehr aromatisch sind. Sein natürlicher Lebensraum befindet sich in Südindien und Sri Lanka, er kann aber auch in anderen warmen Gebieten angebaut werden. Der Zimt befindet sich in der Rinde des Baums. Er bietet uns eine Menge an Kalzium, Kalium, Vitamin A, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitamin C, Eisen, Magnesium und Phosphor.

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Dieses Gewürz ist sehr aromatisch und wurde, wie aus Zeichnungen in den Pyramiden hervorgeht, bereits von den alten Ägyptern genutzt. Zimt wurde 2000 Jahre vor Christus aus China importiert und auch zur Einbalsamierung von Mumien verwendet. Später wurde er in Griechenland und im alten Rom zur Verbeserung der Verdauung eingesetzt. Forschungen zeigen, dass Zimt zusammen mit Kardamom und Pfeffer eines der ersten Gewürze war, das im Mittelmeergebiet verwendet wurde. Das Gewürz wird stellenweise auch in der Bibel erwähnt und wurde im Orient im Jahre 2700 vor Christus eingeführt. Auch in Indien wird es seit Jahrtausenden verwendet. Im Westen war die Verwendung den oberen Klassen vorbehalten, weil das Gewürz einen hohen Preis hatte. Im Mittelalter verkauften es die Araber an Handelsleute aus Venedig und Genua. Im neunzehnten Jahrhundert wurde es auch in anderen Teilen der Welt angebaut und oft mit  Kaffee oder Schokolade verzehrt.

Was sind die medizinischen Anwendungsgebiete für Zimt?

Dieses Gewürz hat viele verschiedene Eigenschaften und bietet viele Gesundheitsvorteile.  Durch die innere  Anwendung unterstützt Zimt den Verdauungsapparat, die Atmungsorgane, das Herz-Kreislau-System sowie die Fortpflanzungsorgane.

  • Verdauungsapparat: Zimt wirkt gut gegen Blähungen, Übelkeit und auch bei Geschwüren. Durch dieses Gewürz werden der Speichelfluss und die Verdauungssäfte angeregt. Es wird unter anderem bei Aerophagie verwendet, da es die übermäßige Bildung von Darmgasen verhindert. Nehmen Sie hierzu einen Teelöffel Zimt auf einen Liter Wasser. Zimt verbessert die Verdauung, nehmen Sie dafür 1/4 Teelöffel Zimtpulver vor dem Essen ein. Auch hilft Zimt bei zuviel Magensäure (streuen Sie einfach etwas Zimt auf Ihre Speisen) sowie bei Appetitlosigkeit (trinken Sie dazu einen Tee aus 1 Esslöffel Zimt und 1 Liter Wasser vor dem Essen). Auch gegen Übelkeit ist das Gewürz ein gutes Heilmittel (streuen Sie 1/4 Teelöffel Zimt über das Essen).
  • Atemwege: Auch hier hilft das Gewürz  aufgrund seiner schleimlösenden, antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Zimt wird bei Bronchitis, Erkältungen und Husten eingesetzt (geben Sie 2 Tropfen Zimtessenz und 1 Esslöffel Honig in ein Glas mit heißem Wasser).
  • Herz-Kreislauf-System: Das Gewürz hat antithrombotische Eigenschaften und beugt Ablagerungen in den Gefäßen vor. Es hilft bei kalten Fingern und Zehen und ist auch sehr effektiv bei der Behandlung von Frostbeulen. Trinken Sie dazu mehrere Tassen Zimtee, der mit einem Teelöffel Zimt pro Liter Wasser hergestellt wird.
  • Fortpflanzungsorgane: Zimt hilft gut bei Menstruationsbeschwerden und kann dazu beitragen, die Periode zu regulieren (trinken Sie dazu einen Tee aus einem Esslöffel Zimt auf einen Liter Wasser). Zimt ist zudem ein tolles Aphrodisiakum, das die Libido stimuliert und auch bei Erektionsproblemen helfen kann (trinken Sie dazu einen Tee aus einem halben Esslöffel Zimt und einer Tasse Wasser).

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Äußerliche Anwendungsgebiete für Zimt

Es gibt verschiedene Zimtzubereitungen, die Sie kaufen oder selbst zu Hause herstellen können. Besonders bei Krankheiten wie Pilzen oder Bakterien können diese sehr wirksam sein.

  • Scheideninfektionen: Zimt neutralisiert den Pilz Candida Albicans. Führen Sie dazu Waschungen aus einem Zimtaufguss aus einem Esslöffel gemahlenem Zimt und einem Liter Wasser durch.
  • Fuß- oder Nagelpilz: Stellen Sie ein Fußbad aus zwei Esslöffeln gemahlenem Zimt und einigen Litern lauwarmem Wasser her.
  • Infektionen der Atemwege: Gurgeln Sie mit einem Zimtaufguss, um Halsschmerzen zu lindern, und auch Kehlkopfentzündungen und Pharyngitis vorzubeugen.
  • Mundgeschwüre: Stellen Sie eine Mundspülung aus einem halben Teelöffel Zimt und einer Tasse Wasser her.
  • Schlechter Atem: Die Wirkstoffe im Zimt verhindern, dass sich Bakterien aus den Lebensmittelresten entwickeln, die schlechten Atem verursachen können. Führen Sie auch hier Mundspülungen aus Wasser und einigen Löffeln Zimt pro Liter durch.

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Weitere Anwendungsgebiete für Zimt

In der chinesischen Medizin wird Zimt auch noch bei vielen anderen Beschwerden eingesetzt:

  • Rheuma
  • Arthritis
  • Arthrose
  • Schmerzen, die durch Kälte verursacht werden
  • Nierenprobleme
  • Blutkreislauf
  • entzündliche Erkrankungen
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Diabetes
  • Sodbrennen

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen von Zimt

Aufgrund seiner wärmenden und würzigen Eigenschaften stimuliert das Gewürz die Blutzirkulation auf sehr intensive Weise, sodass es nicht bei Patienten mit Gerinnungsstörungen oder Blutungsneigung angewendet werden sollte. Auch schwangere Frauen sollten lieber keinen Zimt verzehren, oder gegebenenfalls zuvor Ihren Arzt befragen. Denn auch wenn es sich um eine natürliche Heilpflanze handelt, können Nebenwirkungen entstehen.

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