Nasenspray selber machen: Anleitung mit natürlichen Zutaten

Schnupfen, verstopfte Nase und das Gefühl keine Luft zu bekommen? Abhilfe schafft salzhaltiges Nasenspray, das du kostengünstig selber machen kannst. Du sparst dadurch nicht nur Geld, sondern auch Verpackungsmaterialien – und behältst die Kontrolle über die Inhaltsstoffe.

Zutaten für selbst gemachtes Nasenspray

natron zutat selbstgemachtes nasenspray
Mit Natron wird selbstgemachtes Nasenspray mild. (Foto: © Utopia)

Natürliche Nasensprays sind isotonische Salzlösungen. Diese kannst du entweder aus Kochsalz oder Meersalz herstellen. Kochsalzlösungen kennt man vor allem aus dem medizinischen Umfeld als Natriumchlorid (NaCl). Sie bestehen zu 0,9 % aus Kochsalz. Folgende Zutaten brauchst du für selbstgemachtes Nasenspray:

  • Kochsalz oder Meersalz (unjodiert, ohne Fluorid und Rieselhilfen, gibt’s im Bio-Supermarkt oder online z. B. bei** Amazon)
  • Bei Bedarf Natron, um den pH-Wert der Lösung zu senken (schmerzt beim Einsprühen weniger)
  • Wasser
  • Messlöffel oder Feinwaage
  • eine sterile Sprühflasche (gibt’s im Drogeriemarkt oder online z. B. bei** Amazon)

Anleitung zum Selbermachen

  1. Um steriles Nasenspray herzustellen, kochst du 1 Liter Leitungswasser in einem geschlossenen Topf für fünf Minuten. So werden alle Keime und Bakterien abgetötet. Alternativ kannst du destilliertes Wasser verwenden.
  2. Nimm das heiße Wasser von der Herdplatte und füge neun Gramm Meersalz (ca. zwei Teelöffel) oder Kochsalz hinzu.
  3. Wenn du dich für die Variante mit Natron entschieden hast, mische davon ca. ein Gramm bei.
  4. Rühre solange um, bis das Wasser wieder klar ist. Dann haben sich die Zutaten vollständig im Wasser aufgelöst.
  5. Anschließend lässt du die Flüssigkeit abkühlen, bis sie Raumtemperatur erreicht hat. Achte darauf, dass der Deckel auf dem Topf bleibt, damit die Lösung nicht verunreinigt.
  6. Nun füllst du die Flüssigkeit in eine passende Sprühflasche um. Anstatt einer neuen kannst du auch eine leere Nasensprayflasche auskochen und wiederverwenden.

Das selbstgemachte Spray ist sofort verwendbar. Es hält sich ca. ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Danach verliert es seine Wirkung. Wenn sich die Lösung eintrübt, solltest du sie nicht mehr benutzen.

Tipp: Anstatt die restliche Flüssigkeit wegzuschütten, kannst du sie nochmals erwärmen und zum Inhalieren verwenden.

Weitere natürliche Wirkstoffe für dein Nasenspray

Aloe Vera pflegt Nasenschleimhäute
Aloe Vera pflegt Nasenschleimhäute. (CC0 Public Domain / Pixabay / Unsplash)

Kommerzielle Nasensprays und Nasenspülungen aus der Apotheke enthalten antibakterielle und konservierende Substanzen wie Benzylalkohole oder Sodiumphosphate. Diese können Überempfindlichkeiten und Allergien auslösen. Auch das abhängig machende Xylometazolin ist Bestandteil vieler Arzneimittel, die zum Abschwellen der Nasenschleimhaut eingesetzt werden. Es gibt aber auch Naturheilmittel, die dieselben Effekte haben und deine Nasenschleimhaut schonen.

  • Honig wirkt antibakteriell und konservierend. Bei einer Erkältung oder einem bakteriellen Infekt empfiehlt es sich, der Kochsalzlösung einen halben Teelöffel Honig beizumischen.
  • Die feuchtigkeitsspendende Aloe Vera schützt die Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen, was die Abwehrkräfte zusätzlich schwächen würde. Deshalb kannst du bei Allergien, Nasennebenhöhlenentzündung oder trockener Nase einen halben Teelöffel Aloe-Vera-Saft hinzufügen, nachdem die Salzlösung abgekühlt ist.
  • Um besser durchatmen zu können, sind ätherische Öle aus Kamille, Salbei und Thymian (gibt’s im Reformhaus und Biomarkt oder online z. B. bei** Avocadostore) als Zusätze geeignet.

Achtung: Mentholhaltige Zusätze wie Eukalyptus sind nicht zu empfehlen, da diese die Schleimhäute reizen und austrocknen.

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