Natürliche Heilmittel gegen Stress

Stress, Volkskrankheit des 20. und 21. Jahrhunderts. Wie wird man mit ihm fertig?Wer leidet nicht unter ihm? Hierbei handelt es sich um ein physisches sowie psychologisches Problem, das  einen großen Bevölkerungsanteil betrifft und durch verschiedene soziale Elemente verursacht wird, vor allem aber durch unser Arbeitsumfeld und unseren Lebensstil.

Die offizielle medizinische Behandlung für Stress ist normalerweise die Einnahme von einigen Medikamenten, welche das Hauptsymptom von Stress, nämlich die Angst, verschleiern sollen. Dank dieser Medikamente ändert sich unsere Wahrnehmung, aber sie helfen uns nicht dabei, die Fähigkeit zu entwickeln, uns an die schwierigen Situationen im Leben anpassen zu können. Es wird sozusagen nur das Ergebnis modifiziert, aber die Ursache bleibt unangetastet.

Es gibt eine Vielfalt von Pflanzen und Heilmitteln, die uns gegen Stress helfen können und mit einem angenehmeren Ausblick auf das Leben lässt es sich leichter kämpfen und schwierige Situationen meistern (durch eine verbesserte Anpassungsfähigkeit).  Dabei sollte man nicht vergessen, dass bei Stress auch die Psyche eine große Rolle spielt, die sich nicht mit einer Pflanze behandeln lässt. Allerdings kann man dafür sorgen, dass man den Kampf in der bestmöglichsten Verfassung antritt und an die Probleme mit einer positiven Einstellung heran geht.

Welche natürlichen Heilmittel helfen uns gegen Stress? Wie wirken sie? Wie nimmt man sie ein?

Kräutertee aus Blättern der Bitterorange

Bitterorange

Das ätherische Öl aus den Blüten wirkt beruhigend, sanft hypnotisierend und spasmophil.

Die Bitterorange (Citrus Aurantium) hat viele Eigenschaften, aber in diesem Fall interessiert uns vor allem ihre beruhigende und krampflösende Wirkung.Außerdem ist sie blähungstreibend (was die Produktion von Gasen im Darmtrakt reduziert), verdauungsfördernd, wirkt gegen Fieber und hilft dabei, die Verdauung zu regulieren.

Den Kräutersud bereiten wir aus zwei Orangenblättern pro Tasse Wasser zu und lassen ihn kurz ziehen. Er wirkt beruhigend und ist ein leichtes Schlafmittel, was gut für die Nerven ist. Man kann bis zu drei Tassen täglich zu sich nehmen.

Kräutertee aus Basilikum

Seine Blätter sind ein mächtiges Adaptogen (Substanzen, die es dem Körper ermöglichen eine optimale mentale und physische Arbeitsform zu erreichen), so dass sie einen nicht zu unterschätzenden Schutz gegen Stress darstellen. Auch wenn man nicht unter Stress leidet, kann man täglich bis zu 12 Blätter kauen, um vorzubeugen. Den Sud, der beruhigend und schmerzlindernd ist, bereiten wir aus 5 g Basilikum und einer Tasse kochendem Wasser zu und lassen die Mischung mindestens 5 Minuten ziehen. Am besten trinkt man nach jeder Mahlzeit eine Tasse dieses Kräutertees.

Kräutertee aus Zitronenmelisse gegen den Stress

Zitronenmelisse Melissa officinalis

Auf Grund seiner krampflösenden Wirkung nutzt man sie, um Ohnmächtige aufzuwecken oder zur Beruhigung.

Für den Kräutertee kocht man einen Esslöffel Melisse pro Tasse 15 Minuten lang auf und lässt den Sud dann 10 Minuten ziehen. 4 Tassen am Tag helfen gegen die Symptome von Stress.

Ein Bad mit Zitronenmelisse, Lavendel und Minze gegen den Stress

Was gibt es Schöneres als ein entspannendes, aromatisches Bad? Ein Bad mit Zitronenmelisse, Lavendel und Minze ergänzt die vorher beschriebenen Kräutertees. Hierzu gibt man auf 5 Liter kochendes Wasser je 100 g Lavendel, Melisse und Minze und lässt die Mischung 15 Minuten ziehen. Diesen Badezusatz geben wir dann in das normale Badewasser und genießen seine entspannende Wirkung vor dem Schlafengehen.

Die wirkungsvolle Passionsblume

Passiflora incarnata

Wird allgemein bei Schlaflosigkeit und Panikattacken verwendet.

Auch die Passionsblume (Passiflora Incarnata) hilft gegen Stress, selbst wenn man bei ihrer Anwendung vorsichtig sein muss. Sie kommt vorwiegend in Südamerika vor, aber auch in Europa wird sie immer öfter als Zierblume in Hecken eingesetzt. Auch hier muss man Vorsicht walten lassen, da man nur Passiflora Incarnata verwenden sollte und keine andere der 500 Spezies, die es gibt.

Man nimmt sie als Extrakt in Tropfenform ein, bis zu 30 Tropfen aufgelöst in ein paar Fingerbreit Wasser oder direkt auf die Zunge getröpfelt. Im Geschmack ähnelt sie der Lakritze, was als angenehm empfunden werden kann. Die oben genannte Dosis sollte nicht öfter als 3-4 mal täglich eingenommen werden, da eine Überdosierung Schwindelanfälle und Verwirrung zur Folge haben kann.

Kombiniert man die Passionsblume mit den übrigen Kräutertees, verstärkt sich ihre Wirkung noch, weshalb man immer bedachtsam vorgehen und um einen Ausgleich bemüht sein sollte, um das Gleichgewicht unseres Organismus nicht zu stören.

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