Natürliche Pflege für Zähne und Mund: Rezepte zum Selbermachen

Zähne putzen mit ungesunder Chemie? Nach den jüngsten Testergebnissen von Ökotest sind viele Verbraucher verunsichert, welche Zahnpasta denn noch gefahrlos benutzt werden kann.

Abgesehen von den Testsiegern (darunter auch Naturkosmetikmarken aus dem Drogeriemarkt) kann man auch Zahnpflege nutzen, die man selbst herstellt. Dann weiß man, was man sich in den Mund steckt!

Natürliche Pflege für die Zähne

„Nach dem Essen Zähne putzen“ – aber mit was? Im aktuellen Ökotest, in dem knappe 40 Zahncremes getestet wurden, fiel ein knappes Drittel mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch.

Sie enthalten entweder kein oder zu wenig Fluorid oder gefährliche Inhaltstoffe, die krebserregend, allergieauslösend oder bedenklich sind. Unter den absolut nicht empfehlenswerten Produkten finden sich leider auch einige teure Markenprodukte wieder.

Entweder man greift in Zukunft zu den mit „sehr gut“ bewerteten Zahnpastatuben, oder man fertigt sich eine Zahncreme selber an und nutzt somit für die Zahn- und Mundpflege nur die Stoffe, die man selbst kennt und in der Küche vorrätig hat. Wir haben Ideen und Rezepte für dich!

Zahnbürste für gesunde ZähneWirklich nach dem Essen Zähne putzen?

Wo keine Plaque ist, können auch kein Karies und kein Zahnstein entstehen. Daher solltest du mindestens 2x täglich Zähne putzen.

Bitte nicht direkt nach den Mahlzeiten, da säurehaltige Lebensmittel, beispielsweise Obst, den Zahnschmelz aufweichen und dieser dann beim Putzen geschädigt wird.

Warte daher mindestens eine halbe Stunde, bevor du nach dem Essen die Zähne putzt oder benutze direkt nach dem Essen eine Mundspülung.

Die Spülung hilft, den Zahnschmelz mit deinem Speichel wieder zu festigen. So kann die Zahnbürste nur Plaque, nicht aber wichtige und gesunde Zahnsubstanz abtragen.

Mit der Zahnseide erreichst du Stellen zwischen deinen Zähnen, die mit einer Zahnbürste nicht erreichbar sind.

Nutze verschiedene Arten von Zahnseide, je nachdem, wie eng deine Zähne zusammen stehen. Es gibt besonders dünne, gewachste Zahnseide, mit der du auch in die engsten Zwischenräume kommst, aber auch Zahnseide, die im Mund etwas aufquillt und daher besonders gut für größere Zahnzwischenräume geeignet ist.

Je besser du die Zahnseide nutzt, desto mehr Plaque kannst du damit beseitigen. Im Internet gibt es zahlreiche Videos, in denen du dir die richtige Anwendung von Zahnseide anschauen kannst.

In Apotheken, Drogeriemärkten und auch beim Zahnarzt gibt es Interdentalbürsten, mit denen man größere Zahnzwischenräume komfortabel reinigen kann.

Wie Zahnseide einfach vor dem Zähneputzen anwenden, um Plaque an den Zähnen gründlich zu entfernen, damit kein Zahnstein und kein Karies entstehen können.

Zahnpasta selber machen

Natürlich kann alternative Zahnpflege aus Küchenzutaten nicht mit den Inhaltstoffen mithalten, die in einer Zahnpasta aus dem Handel enthalten sind.

Besonders bei Stoffen wie Fluorid, das den Zahnschmelz festigen soll, können selbstgemachte „Zahnputzmittel“ nicht mithalten.

Eine Alternative zu den konventionellen und potentiell gesundheitsgefährdenden Zahnpasten aus dem Supermarkt sind sie trotzdem, insbesondere dann, wenn ein nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensstil gewünscht ist. Probiere unsere Tipps doch einfach aus!

Natron für ZähneZahnsalz

Ganz einfach und auch ideal für Situationen, in denen du zum Beispiel deine Zahnpasta vergessen hast.

Im Prinzip tut es jedes normale Haushaltssalz. Meersalz eignet sich allerdings besser, da dem keine Rieselhilfen zugesetzt werden und mehr Mineralien darin gelöst sein können.

Tauche deine feuchte Zahnbürste in das Salz und schrubbe damit deine Zähne. Das Salz führt dazu, dass der Speichelfluss angeregt wird. Im Speichel befinden sich Substanzen, die deine Zähne remineralisieren lassen.

Gut ausspülen! Wem der Salzgeschmack zuwider ist, kann mit einem (!) Tropfen Pfefferminzöl nachhelfen.

Zahnpulver

In jedem besseren Supermarkt gibt es Natron. Die Anwendung von Natron ist gleich wie bei Salz: tauche die feuchte Zahnbürste in das Natronpulver hinein. Träufele nach Geschmack noch einen Tropfen Pfefferminzöl auf die Zahnbürste und putze wie gewohnt deine Zähne.

Salz und Natron haben den Vorteil, den Speichelfluss anzuregen, dadurch die Remineralisierung der Zähne zu fördern und dabei trotzdem gründlich, aber schonend, zu putzen. Die feinen Kristalle von Salz und Natron helfen als Schleifkörper, Beläge auf den Zähnen zu entfernen, sind aber nicht aggressiv zum Zahnschmelz und lösen sich mit der Zeit im Speichel auf.

Zähne pflegenKreidepulver

Im Handel, Apotheke oder Internet gibt es Heilkreide. Und wenn man richtig sucht, findet man sogar welche aus Deutschland: Rügener Heilkreide.

Wer kennt sie nicht, die Kreidefelsen von Rügen? Kreide steckt in vielen Zahnpasten und ist ein idealer Schleifkörper. Tauche wie bei Salz und Natron deine feuchte Zahnbürste in die Heilkreide und beträufele sie mit einem Tropfen ätherischem Öl deiner Wahl. Ganz lecker ist hier übrigens Zimt!

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