Salz und Öl: zwei Zutaten, viele Möglichkeiten!

Salz und Öl sind zwei Grundzutaten, die in jeder Küche vorhanden sind – in unterschiedlichen Qualitäten.

Wir möchten die dir größten Qualitätsmerkmale dieser zwei Zutaten erklären und dann verschiedene Verwendungsmöglichkeiten aufzeigen, wie du beides miteinander kombiniert anwenden kannst.

Salz: gar nicht so einfach!

Wenn wir von Salz sprechen, so meinen wir in der Regel Speisesalz, aber auch dort ist nicht alles dasselbe, was so aussieht!

Die weißen Kristalle, die neben dem Pfefferstreuer zum Würzen bereit stehen, bestehen in den allermeisten Fällen aus Natriumchlorid. Dieses wird meist aus der Verdunstung von Meerwasser gewonnen und dann als Meersalz vermarktet oder es wird, meist unterirdisch, als Steinsalz abgebaut oder aus dem Stein herausgelöst.

Weitere Verfahren sind die Auswaschung aus Asche, salzigen Böden oder Torf oder das Verdunsten salzigen Quell- oder Brunnenwassers.

Im Handel gibt es noch weitere Sorten, denen gerne zusätzliche, besondere Eigenschaften zugeschrieben werden. Dazu gehören:

  • Das „Himalayasalz“ mit seiner rosafarbenen Erscheinung, die durch Eisenoxid (im Prinzip nichts anderes als Rost) verursacht wird.
  • Das extrem teure persische Blausalz enthält keine zusätzlichen Mineralien, es hat durch tektonische Vorgänge einfach eine andere Kristallstruktur, wodurch es blau erscheint, ohne wirklich blau zu sein.
  • Schwarzes Salz wird in der Ayurveda verwendet und ist letztendlich auch nichts anderes als durch feinstes Vulkangestein verursachtes Natriumchlorid. Die meist schwefelhaltige Verunreinigung verleiht ihm den charakteristischen Geschmack (und Geruch).

ÖlÖl: es ist nicht alles Gold, was glänzt

Speiseöl, so denkt man, ist einfach nur aus einer Ölfrucht (zum Beispiel Olive) oder Ölsaat (zum Beispiel Sonnenblumenkerne) durch Druck herausgepresstes Öl.

Das ist bis heute in der traditionellen, handwerklichen Fertigung und bei Ölen aus kontrolliert biologischer Herstellung der Fall.

Andere Öle aus konventionellem Handel werden zunächst mechanisch gepresst, später wird der sogenannte „Ölkuchen“, also der nach der Pressung verbleibende Trester, mit Lösungsmitteln behandelt, um auch den letzten Tropfen Öl chemisch herauszulösen.

Anschließend wird in einem weiteren chemischen Verfahren das Lösungsmittel wieder entfernt, Eiweiße und Geschmacks- sowie Farbmoleküle leider ebenso.

Damit das Öl dann schön golden aussieht, kommt noch etwas Farbe dazu und schnell noch etwas Geschmack und Vitamine, um es möglichst gewinnbringend an den Endverbraucher zu verkaufen.

Mit einem hochwertigen Naturprodukt hat das nichts mehr zu tun.

Verwende also bitte zum Verzehr nur solche Öle, die nur durch mechanische Verfahren gewonnen wurden und wenn möglich aus kontrolliert biologischem Anbau, in dem solche Verarbeitungsverfahren verboten sind.

Möchtest du das Öl hoch erhitzen, zum Beispiel bei Grillmarinaden, zum Braten, Frittieren oder anderen Zubereitungsformen mit großer Hitze, solltest du niemals wertvolles kalt gepresstes Öl verwenden sondern immer spezielles „Bratöl“ kaufen.

Dieses ist mit Wasserdampf desodoriert und besteht meist aus ölsäurereichen Saaten.

Dadurch ist ein höherer Rauchpunkt gewährleistet und dadurch wird der Entstehung von giftigen und krebserregenden Stoffen vorgebeugt.

Ideen mit Salz und Öl

Jetzt, da du über die diversen Qualitäten dieser eigentlich so simplen Küchenzutaten weißt, haben wir Tipps und Ideen für dich, was du mit Salz und Öl in Haushalt und Küche anfangen kannst.

Am besten verbrauchst du billiges Speiseöl, das du nach neuem Wissensstand nicht mehr essen möchtest, für Kosmetik- oder Haushaltsanwendungen und verwendest nicht gerade das Himalayasalz zum Putzen.

Unsere Ideen und Tipps:

Salz in der PfannePfannen putzen

Gusseiserne Pfannen dürfen nicht mit Spülmittel, fettlösender Scheuermilch oder anderen aggressiven Reinigungsmethoden gereinigt werden.

Hat sich eine Kruste gebildet, die sich nur schwer lösen lässt, erhitze die Pfanne mit etwas Salzund reibe sie dann mithilfe von Zeitungspapier kräftig ab. Etwas Öl dazu kann helfen, Verkrustungen aufzuweichen.

Lebensmittel konservieren

Öl sorgt dafür, dass die Lebensmittel luftdicht verschlossen werden und Salz hemmt das Bakterienwachstum. Daher kann man mit diesen zwei Zutaten wunderbar Lebensmittel ganz ohne Strom, Tiefkühler oder Kühlschrank haltbar machen.

Sicherlich kennst du in Öl eingelegtes Gemüse oder eingesalzene Fleisch- und Fischspezialitäten!

Hähnchen mit Zitrone und SalzKruste zaubern

Salz löst sich nicht in Öl auf und bleibt daher knusprig und kann dabei helfen, einem Brathähnchen eine knackige Kruste zu zaubern. Mische dazu einfach beide Zutaten, würze mit etwas Pfeffer und bestreiche damit regelmäßig das Brathähnchen im Ofen großzügig.

Du wirst sehen, wie lecker die krosse Kruste wird!

Salz auf der HautPeeling

Wie bereits erwähnt, schützt Öl das Salz vor dem Auflösen. Das funktioniert auch im Bad, wenn du die beiden Zutaten zu einer cremigen Paste verrührst und damit deine feuchte Haut gründlich abreibst.

Dieses natürliche Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen, macht die Haut weich und pflegt sie, sofern du das Peeling nur mit etwas lauwarmem Wasser und ohne Seife wieder abspülst.

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