Unser Testergebnis: Der beste DIY-Backofenreiniger aus Hausmitteln

Herkömmliche Backofenreiniger enthalten nicht nur stark reizende, ätzende Inhaltsstoffe, weshalb die Hersteller bei der Verwendung häufig zum Tragen von Schutzhandschuhen und Augenschutz raten. In manchen Produkten befindet sich sogar flüssiges Mikroplastik.

Zwei gute Gründe, die Reinigung des Backofens stattdessen mit einem selbst gemachten Backofenreiniger aus Hausmitteln anzugehen! Im Netz findet man sehr viele Tipps und Rezepte, die wahre Wunder versprechen. Wir haben uns durchgetestet, die meisten Rezepte sind leider ein Reinfall oder zumindest stark übertrieben. Dennoch haben wir eine besonders effektive und dennoch umweltfreundliche Methode gefunden, mit der du der Emaille, dem Ofenfenster usw. zu neuem Glanz verhelfen kannst.

Hausmittel und DIY-Backofenreiniger

Backpulver, Essig, Natron, Salz, Soda, Zitronensäure… es gibt kaum ein Hausmittel, das für die Reinigung des Backofens und der dazugehörigen Bleche nicht irgendwo angepriesen wird. Während einige auf die Wirkung von Säure schwören, raten andere zu basisch wirkenden Mitteln. Wir haben es mit beidem versucht und zum Beispiel mit einer Essig-Spüli-Mischung fast keinen reinigenden Effekt feststellen können, was die hartnäckigen Verkrustungen betrifft. Mit basischem Natron konnten wir dagegen bessere Ergebnisse erzielen. Richtig effektiv wurde unser DIY-Backofenreiniger aber erst in Kombination mit Wärme!

Wirklich effektiv: Natron, Spüli und Hitze

Das Ergebnis unserer Tests ist das folgende einfache Rezept mit Zutaten, die du wahrscheinlich ohnehin zu Hause hast:

50 ml Bio-Spülmittel

150 g Natron

250 ml Wasser

Einfach alle Zutaten in eine Flasche geben (zum Beispiel eine leere Spüliflasche) und vor jeder Anwendung noch einmal kräftig aufschütteln.

So wendest du den Reiniger an, um zum Beispiel ein verkrustetes Backblech von allen Belägen zu befreien:

Ein bis zwei Tassen Wasser auf das Backblech geben, es sollte vollständig damit bedeckt sein.

Die Reiniger-Mischung großzügig darin verteilen, etwa 50 ml pro Blech sollten es schon sein.

Backofen auf 200 °C aufheizen und für eine halbe Stunde laufen lassen.

Ofen ausschalten, Oberflächen etwas abkühlen lassen und die Verkrustungen mit einer Bürste oder einem Schwamm lösen. Das meiste davon hat sich jetzt entweder schon abgelöst oder lässt sich mit Bürste oder Schwamm leicht entfernen.

Wenn sich der Schmutz nicht komplett lösen lässt, entweder mit der groben Seite eines Küchenschwamms nachhelfen oder bei Bedarf den Vorgang wiederholen.

Selbst übel aussehende Backbleche haben wir auf diese Weise wieder zum Strahlen gebracht!

Auf die gleiche Weise kann die Ofeninnenseite gereinigt werden:

Die Mischung großzügig auf dem Boden oder den Wänden auftragen und anschließend einen angefeuchteten Baumwolllappen so zwischen den Einschüben der Bleche platzieren, dass der Backofenreiniger an Ort und Stelle bleibt. Für mehr Wirksamkeit kannst du auch den Lappen im Reiniger tränken.

2. Den benetzten Backofenboden ebenfalls mit einem feuchten Baumwolltuch abdecken, damit die Mischung feucht bleibt und bestmöglich mit dem Schmutz darunter reagieren kann.

3. Um das Fenster zu reinigen, einen Lappen in der Mischung tränken und vorsichtig vollflächig an die Scheibe drücken, damit er beim Schließen der Ofentür daran kleben bleibt.

4. Weil sich Boden und Wände schneller erhitzen, reicht hierfür eine Temperatur von 100-120 °C.

5. Eine halbe Stunden einwirken lassen und ggf. nochmals anfeuchten, damit der Reiniger nicht vollständig austrocknet.

6. Ofen ausschalten, Oberflächen etwas abkühlen lassen und die Verkrustungen wie oben beschrieben lösen, bei Bedarf schrubben oder die Prozedur wiederholen.

Wer seinen Backofen umweltfreundlich und ohne Risiko für Haut und Lunge reinigen möchte, kommt um ein bisschen Schrubben nicht herum. Der selbst gemachte Backofenreiniger aus nur zwei Zutaten sorgt aber dafür, dass sich auch hartnäckige Krusten mit nur leichtem Druck lösen lassen.

Mit welchem Hausmittel hältst du deine Küche sauber? Wir freuen uns auf deine Tipps und Rezepte in einem Kommentar!

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